Jutta v. Ochsenstein: Fernweh

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Der heutige Beitrag stammt von Jutta v. Ochsenstein. – Ein Blick nach innen und der nach außen in die Politik – Viel Freude am Lesen dieser tollen Gedichte!

© Wolfgang Haenle

Fernweh

mein Grenzland liegt offen: die Buche trägt
meine Initialen, verwachsen mit Worten
Wolken in fernen Sprachen, Gerüche
entreißen mich dem bewohnten Ort
gegen den Wind 
lese ich ein lichtes Bild
trage gute Laufschuhe über Grenzen
jedes Zögern kennt meine Machete
Nahrung finde ich unterm Holunder


 

© Jutta v. Ochsenstein
Aus: Von der Unschärfe der Wälder. Gedichte von Jutta v. Ochsenstein und Wolfgang Haenle. 2022.  

Jutta v. Ochsenstein

1960 geboren, studierte Germanistik und Romanistik, und ist jetzt berufstätig als Pädagogin und Autorin. Neben Fachliteratur veröffentlicht sie Lyrik und Kurzprosa, gerne in Zusammenarbeit mit Künstler:innen, eine Übersetzung Georg Trakls ins Französische (2. Auflage 2020) und 2022 den Gedichtband „Von der Unschärfe der Wälder“ gemeinsam mit W. Haenle. 

Homepage: https://juttav-ochsenstein.jimdo.com

Instagram: @juttavonochsenstein


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