Friedrich Nietzsche: Der Genesende

Diesen Sonntag gibt es ein Gedicht des Lyrikers Friedrich Nietzsche über Ewigkeit, Leben und allem, was es ausmacht.

Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das
Rad des Seins. Alles stirbt, Alles blüht wieder auf,
ewig läuft das Jahr des Seins.

Alles bricht, Alles wird neu gefügt; ewig baut
sich das gleiche Haus des Seins. Alles scheidet,
Alles grüsst sich wieder; ewig bleibt sich treu der
Ring des Seins.

In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier
rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall.
Krumm ist der Pfad der Ewigkeit.“ —

Friedrich Nietzsche – Dichter – Denker – Komponist – Freund der Menschen – Feind der Menschen – gemeinsames Ziel – einsam im Weg – sehr einsam im Weg. 

Er wagte im 19. Jahrhundert eine Verbindung. Ein philosophierender Poet oder ein poetischer Philosoph. Ein Denker, der von LyrikerInnen gesprochen wird – Ein Dichter, der von DenkerInnen interpretiert wird. 

 „wir aber wollen die Dichter unseres Lebens sein, und im Kleinsten und Alltäglichsten zuerst.“ Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

Quellen: Also sprach Zarathustra, Dritter Teil, „Der Genesende“ (KSA 4, S. 270–277).

http://www.nietzschesource.org/

Bilder Foto 1 von FlyD auf Unsplash Foto 2: Nietzsche: Edvard Munch – http://www.munch150.no/no/Presse/Pressebilder, Gemeinfrei.


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